Dieses Modell soll die Kommunikationsbeziehung zwischen Organisation und beliebiger Anpruchsgruppe abbilden, die bei der Kommunikation über Social-Software möglich ist. Es geht hier nur darum, ob ein Dialog stattfindet oder zwischen den Akteuren nur eine Sender-Empfänger-Beziehung besteht. Das Modell bezieht sich auf die Kommunikation über Web 2.0-Instrumente die in der Online-PR zum Einsatz kommen.
User 1
Dieser Akteur steht im Dialog mit der Organisation. Das heißt, er empfängt PR-Botschaften und sendet Botschaften, z.B. über die Kommentarfuntion eines Blogs, an die Organisation zurück. Weiterhin steht dieser User mit anderen Akteuren im Dialog. Dieser Dialog, der sich z.B. auf das Kommentar eines anderen Users im eigenem Kommentar in einem Blog bezieht, wird von der Organisation als Feedback emfangen. Bei User 1 wird die starke Vernetzung der Akteure deutlich, die Social-Software-Angebote ausmacht.
User 2
Dieser Akteur hat die Eigenschaften wie User 1. Er nutzt ebenfalls alle Funktionen des Mitmachnetzes und bringt sich dabei selbst durch die Publikation von Content ein. Im Modell steht er noch in einer dialogischen Kommunikationsbeziehung mit einem Akteur (User 3), der selbst keine PR-Botschaften von der Organisation empfängt. Dieser Dialog könnte z.B. in einem privaten Blog stattfinden, in dem über das Unternehmen gesprochen wird.
User 3
Dieser Akteur steht nicht im Dialog mit der Organisation. Sein Wissen über die Organisation bezieht er nicht aus der direkten Kommunikation mit der Organisation sondern aus anderen Quellen. Er ist aktiver Teilnehmer im Web 2.0 und stellt selbst Content z.B. in einem privaten Blog mit Themen zu einer bestimmten Organisation bereit. Somit sendet er lediglich Botschaften zur Organisation, wenn diese seinen Blog mit in das Monitoring einbezogen hat. Dieser Akteur ist stark vernetzt und steht in einer Dialogbeziehung mit anderen Usern (User 2, User 1 auch denkbar).
User 4
Dieser Akteur ist passiver Nutzer der Web 2.0-Angebote. Er empfängt PR-Botschaften von der Organisation und nimmt auch die Dialogkommunikation der anderen Akteure (User 1 und User 3) war. Er ist quasi stiller Beobachter der ganzen Kommunikation im Zusammenhang mit einer Organisation, da er selbst nicht publiziert und sich nicht mit seiner eigenen Meinung einbringt. Die Organisation kann so nicht direkt etwas über seine Meinung zur Organisation erfahren.

interessant. ich bin gerade auf der suche nach kommunikationsmodellen, die es ermöglichen die komplexen kommunikationsprozesse des web 2.0 zu verdeutlichen.
gut gelöst ist hier die darstellung der akteure und deren interaktion. es fehlen allerdings die orte (z.b. homepage der organisation, wikipediaartikel, kritischer blog, fan blog, textnachrichten, face-to-face kontakte…) an denen diese interaktionen stattfinden. in dieser hinsicht bleibt das modell ziemlich undifferenziert. Ich denke allerdings, dass die darstellung der entscheidenden orte relativ wichtig ist.
soweit meine gedanken hierzu…