Tim O’Reilly hat im Jahr 2004 Thesen für Web2.0-Anwendungen aufgestellt, die für die Entwicklung von Software und Webangeboten gedacht waren. Werner Bogula hat jetzt diese Thesen auf die Tauglichkeit für die Online-PR überprüft, dabei Umgedeutet und Weiterentwickelt.
Die Originalquelle von O’Reilly sollte in diesem Zusammenhang gelesen werden, um die Umdeutung für die OPR besser zu verstehen.
1. The Long Tail
Mit Nischenangeboten soll die Zielgruppe wirklich durchdrungen werden. Suchmaschinenotimierung, Blog- und Netzwerkmarketing und Keyword-Advertising sind geeignete Instrumente dafür.
2. Date is the Next Intel Inside
Feedbackmöglichkeiten und der Dialog sollten gesucht werden und die gewonnen Daten, das Wissen der Kunden zur Verbesserung des Angebots genutzt werden.
3. Users Add Value
Anspruchsgruppen sollen als Produkttester und Markenbotschafter eingesetzt werden. Es soll ihnen möglich sein an der Arbeit der Unternehmung teil zu haben.
4. Network Effects by Default
Hier geht es im übertragenen Sinne darum, so viel wie möglich über seine Zielgruppe zu erfahren. Auf Webseiten eingegebene Suchbegriffe, Forenbeiträge und Anfragen sollten dafür ausgewertet werden.
5. Some Rights Reserved
Hier kommt das Grundprinzip der PR an sich zum tragen, Content kostenlos für die Weiterverarbeitung zur Verfügung zu stellen.
6. The Perpetual Beta
Hier auf das Image bezogen. Images sind nicht konstant. Diese auf Basis von Nutzererfahrungen anzupassen kann eine Strategie sein, um auf sich ständig wandelnden Märkten einen Schritt voraus zu sein und neue Nutzerbedürfnisse- und interessen anzusprechen.
7. Cooperate, Don’t Control
Die Kontrolle über den Imagebildungsprozess zu behalten ist fast unmöglich. Daher sollte man sich mit einer kooperationsbereiten Nutzerbasis vernetzen, um ein stabiles Image zu sichern.
8. Software Above the Level of a Single Device
PR-Kampagnen sollen Medienübergreifend gestaltet sein.
Diese Thesen für die Online-PR kann man in einer Untersuchung von OPR-Instrumenten abprüfen, in wie weit sie von Organisationen in ihrer PR-Arbeit im Internet mit Social-Software schon angewandt oder umgesetzt werden. Für meine Arbeit könnte man diese Thesen auch auf die Kommunikation der Unternehmen mit seinen Anspruchsgruppen beziehen.
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