Archiv für November 2007

Neue Rahmenbedingungen der Online-PR

Hier sollen die neuen Rahmenbedingungen für in Online-PR im Google-Zeitalter gesammlt werden. Interessant sind dabei die Veränderungen, die sich durch Social Software/ Web2.0 ergeben haben.

  • Dialogorientierung – Der Empfänger von Botschaften kann selbst zum Sender werden. User wird zum Kommunikationspartner.
  • Vernetzung – Akteure sowie Inhalte zeichnen sich durch Vernetzung aus.
  • Direkte Kommunikation – Endzielgruppe oder Anspruchsgruppe kann ohne Umwege erreicht werden.
  • Die ursprünglichen Gatekeeper (Journalisten) verlieren an Einfluß und Bedeutung. Herausbilden neuer Meinungsbilder.
  • Anspruchsgruppen verändern sich. Werden heterogener. Es entstehen viele spezielle Teilöffentlichkeiten.
  • Verlust der Kontrolle über das Bild der Organisation in der Öffentlichkeit.
  • Transparenz und Glaubwürdigkeit gewinnen an Bedeutung.
  • Jeder hat die Möglichkeit seine Meinung zu äußern und öffentlich zu machen.
  • Hoher Zeitaufwand und Kontinuietät der Kommunikation gefragt
  • verstärkte Personalisierung
  • sich ständig und schnell verändernde technische Möglichkeiten
  • eher Medienkommunikation als Massenkommunikation
  • Anzahl der zu beobachtenden Medien sehr groß und steigend. Bedeutung des Monitoring nimmt zu.
  • Medien wandeln und verändern sich.
  • Suchmaschinen als Gatekeeper
  • Beschleunigung und Entschleunigung der Kommunikation und Arbeitsbedingungen

Mit Sicherheit ist diese Liste nicht vollständig oder diskutierbar. Ergänzungen und Kommentare sind erwünscht.

Dialogorientierung

Durch Web2.0 Anwendungen haben Organisationen die Möglichkeit direkt mit Ihren Anspruchsgruppen in Kontakt zu treten und einen Dialog zu führen. Das ist bedeutensde Neuerung und gleichzeitig Herausforderung die sich durch Social Software für die Unternehmenskommunikation bietet. Die Bedingungen und Entwicklungen im Dialog zwischen Organisation und Anspruchsgruppe ist ein mögliches Untersuchungsfeld für meine Abschlußarbeit.

Eine sich abzeichnende Entwicklung ist, dass die Kontrolle der Kommunikation über das Unternehmen und das Bild in der Öffentlichkeit nicht mehr allein bei der Organisation selbst liegt. Andere Akteure als die üblichen Gatekeeper (Journalisten) schalten sich in die Darstellung eines Unternehmens in der Öffentlichkeit ein. Durch die Möglichkeiten von Web2.0 Anwendungen ist es jedem möglich seine Meinung zu einem Thema oder einer Organisation im Internet zu äußern. Diese Meinungen bleiben nicht nur auf das Internet beschränkt, sondern können sogar in die klassischen Medien gelangen, wie es sich in einigen Beispielen, wie dem Fall des Unternehmens Jamba, schon gezeigt hat. Ein weiteres Untersuchungsfeld sind die Möglichkeiten die Organisationen in Zukunft haben, um ihre Darstellung in der Öffentlichkeit zu steuern.

Für die Organisationen wird es wichtiger sich transparent und glaubwürdig darzustellen. Die Öffentlichkeit verlangt sogar danach. Die Loyalität der Anspruchsgruppen wird, in einer Zeit in der buchstäblich jeder Meinungsbilder sein kann, zu einem wichtigen Gut für die Organisationen. Unternehmen müssen die neuen Möglichkeiten, die der Dialog bietet, erkennen und nutzen lernen.

(vgl. PR-Guide)

Stakeholder-Ansatz und Cluetrain-PR

Nach Thomas Pleil lässt sich die Online-PR in drei Typen unterteilen. Der am weitesten fortgeschrittene ist dabei die Cluetrain-PR. Sie bewegt sich in der Google-Welt, ist geprägt durch die Nutzung von Social Software, den Tools des Web2.0 und dem Einsatz von Web Monitoring. Die Kommunikation ist dialogorientiert und die Vernetzung der Kommunikationspartner, die nicht mehr nur Rezipienten sind, beschreibend für diesen Typ. Hauptziel der PR Anstrengungen ist die Verständigung zwischen den Akteuren und der Aufbau digitaler Reputation. Gekennzeichnet ist sie außerdem durch verstärkte Personalisierung und Offenheit der PR. (vgl. Pleil 2007) Dies ist noch lange nicht Realität in der sich die PR von Organisationen bewegt, aber die Möglichkeiten sind bereits heute gegeben und die Entwicklungen werden in der Praxis in diese Richtung gehen.

Dieser PR Typ lässt sich nach meiner Sicht gut mit dem Stakeholder-Ansatz in Verbindung bringen. Im Mittelpunkt des Ansatzes steht die Kommunikation mit den Anspruchsgruppen. Es geht dabei wie bei der Cluetrain-PR verstärkt um Dialog und Interaktion. Die Organisation soll Institution sein, die versucht die Interessen der Akteuren von Außen mit ihnen aus zu handeln. Leitmotive des Ansatzes sind Transparenz und proaktive Kommunikation. Als Hauptziel kann man die Integration der Organisation in die Gesellschaft und eine Einbindung der Gesellschaft in die Organisation festhalten. Umschreiben lässt sich das auch als die sogenannte soziale Verantwortung von Organisationen. Unternehmenskommunikation wird in diesem Ansatz als Medienkommunikation gesehen. (vgl. Karmasin 2007)

Cluetrain-PR und der Stakeholder-Ansatz sind sich in vielen Teilen ähnlich. Der PR-Typ beschreibt die Situation für die Praxis und der Stakeholder-Ansatz ist die Theorie oder das Paradigma, die für die aktuellen Entwicklungen in der Online-PR steht.
Diese theoretischen Ansichten könnte ich als Grundlage für meine Arbeit aufgreifen und untersuchen.

Themenfindung I

Für meine Diplomarbeit stelle ich mir den Titel „Herausforderungen der Online-PR. Public Relations mit Social Software im Google-Zeitalter“ vor.

Beim Thema meiner Abschlußarbeit geht es um Public Relations im Internet. Ich möchte dabei die neuen Möglichkeiten und Bediengungen für die PR, die das Internet heutzutage im Zeitalter von Google, Web2.0 und Social Software bietet, untersuchen. Es geht mir dabei darum, den aktuellen Stand der Entwicklungen und Forschung aufzuarbeiten und einen Blick in die Zukunft, den neuen Möglichkeiten und Herausforderungen, zu wagen.
Die Online-PR ist ein sehr aktuelles Thema und befindet sich zur Zeit im Entwicklungsprozeß. Mit fortschreitenden technischen Entwicklungen im Web werden immer wieder neue Bedingungen und Möglichkeiten für die PR im Netz entstehen.
Die Wissenschaft bietet schon einige Arbeiten, die sich mit dem Thema beschäftigen. Ein Großteil der Publikationen und da besonders Artikel zu aktuellen Entwicklungen zur Online-PR findet im Internet auf Expertenblogs, Fachportalen und Fachzeitschriften statt. Diese möchte ich in meiner Arbeit nutzen, um den aktuellen Stand zum Thema PR im Internet zu erarbeiten.

Weiterhin stelle ich mir vor, ein leitfadengestütztes Experteninterview mit relevanten Akteuren durchzuführen, um neue Informationen, Meinungen … zu Entwicklungen zum Thema zu gewinnen und in meine Arbeit einfließen zu lassen.

Soweit erst einmal der Stand zur Themenfindung.

Web 2.0 … The Machine is Us/ing Us

Anschauliche Erläuterung was Web2.0 ist.

Theorie

Hier soll sich in Zukunft mit der Theorie zum Thema meiner Diplomarbeit auseinandergesetzt werden.

Quellen

Hier werden die Quellen meiner Arbeit angegeben.

Input

Hier soll in Zukunft alles Interessante zum Thema Online-PR und Passendes zu meiner Diplomarbeit gesammelt werden.

Fragen und Probleme

Hier werden in Zukunft Fragen aufgeworfen und Probleme darstellt.

Durch die Kommentarfunktion des Blog erhoffe ich mir Feedback zu den Themen.

hej

Heute startet mein Blog „zweinull“ zu meiner Diplomarbeit.

Der Blog soll meine Diplomarbeit dokumentieren und meine Betreuer über den aktuellen Stand meiner Arbeit informieren.
Weiterhin soll er anderen Studierenden und Interessierten dazu dienen, sich ein Bild von meiner Arbeit zu machen.
Über die Kommentarfunktion des Blogs erhoffe ich mir Anmerkungen zu meinen Beiträgen durch meine Betreuer und interessierte Studenden.
Der Blog soll damit dem geistigen Austausch mit anderen am Thema der Diplomarbeit Interessierten dienen.